Freitag, der 27.04.2018

Informationen über den Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat

I. Sinn und Zweck

Der Pfarrgemeinderat ist ein Leitungsgremium, das für das Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinde Verantwortung trägt.

Gewählte Frauen und Männer gestalten das Pfarrleben mit als Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung aller Gläubigen. Ausgehend von der Situation der Menschen am Ort, dem sozialen und kulturellen Milieu, arbeitet der Pfarrgemeinderat an der Entwicklung seiner Gemeinde, damit sie als Lebensraum des Evangeliums glaubwürdig ist.
Im Dialog mit Einzelnen und Gruppen nimmt der Pfarrgemeinderat die Lebensumstände der Menschen wahr deutet sie im Licht des Evangeliums und handelt entsprechend.
Die Erneuerung von Kirche und Welt durch lebendige Christengemeinden ist erklärtes Ziel des II. Vatikanischen Konzils. In diesem Bemühen hat der Pfarrgemeinderat seine Wurzeln.
 

II. Aufgabenfelder
Der Pfarrgemeinderat als Leitungsgremium berät in regelmäßigen Sitzungen, was zu tun ist, legt Ziele und Prioritäten fest, plant und beschließt die dazu erforderlichen Maßnahmen, sorgt für deren Durchführung und überprüft die Arbeit, ihre Zielsetzung und Entwicklung.
Konkret heißt das:

  • Die Zukunft der Pfarrgemeinde gestalten

Die Gesellschaft unterliegt einem tiefgreifenden Wandel, der auch die Kirche grundlegend herausfordert. In diesem Umbruch ist es wichtig, dass möglichst viele ihre Einsichten und Erfahrungen einbringen.

  • Die Vielfalt des christlichen Zeugnisses ermöglichen

Im Pfarrgemeinderat kommen viele Informationen und Interessen aus den verschiedenen Gruppierungen und Initiativen zusammen. Der Pfarrgemeinderat koordiniert und bemüht sich um ein gutes Miteinander.

  • Die Mitverantwortung und Gemeinschaft fördern

Durch den Pfarrgemeinderat wird deutlich, dass alle Gläubigen berufen sind, in der Pfarrgemeinschaft der Pfarrgemeinde mitzuwirken.

  • Die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements fördern

Der Pfarrgemeinderat fördert und vernetzt die verschiedenen Talente, die in der Gemeinde vorhanden sind.

  • Ein Kundschafter sein

Eine wichtige Funktion des Pfarrgemeinderats liegt darin, Wünsche, Enttäuschungen, Hoffnungen und Aufbrüche in unserer Kirche und in der Gesellschaft wahrzunehmen.

  • Einen Mut zum Handeln zeigen

Der Pfarrgemeinderat fördert die Arbeit in allen Bereichen pfarrlichen Lebens, insbesondere im liturgischen, sakramentalen, caritativen und sozialen Leben.

  • Und über den Kirchturm hinausblicken

Es ist zunehmend wichtig, über das kirchliche Leben am Ort hinaus, die Zusammenarbeit mit anderen Pfarrgemeinden in den Blick zu nehmen und zu fördern.

III. Verhaltensgrundsätze
Die Frauen und Männer im Pfarrgemeinderat pflegen einen Umgang, der ihre Orientierung an Christus erkennen lässt. Sie schätzen und ermutigen sich gegenseitig, achten die Meinung der anderen, vertreten ihre Anliegen in offener und ehrlicher Rede, lernen mit- und voneinander, trauen einander etwas zu und übernehmen Verantwortung.
Der Pfarrgemeinderat gestaltet seine Arbeit sachgemäß und strukturiert seine Sitzungen. Er nimmt sich auch Zeit, gemeinsam zu beten und zu feiern.
 

IV. Prioritäten
Die Arbeit des Pfarrgemeinderates erfordert Offenheit für Neues und Mut zum Experiment. Es ist wichtig, dass partizipative Verhaltensweisen wie: Teilgeben, Teilnehmen und Teilhaben eingeübt und die Sehnsucht nach lebendigem Miteinander wach gehalten werden.
Der Pfarrgemeinderat ermutigt Einzelne und Gruppen, damit viele ihre eigenen Fähigkeiten entdecken, sie entwickeln und selbstständig ihren Beitrag im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben leisten.
Wo Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute und die Sorge um die Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden im Mittelpunkt stehen, wird Gott erfahrbar, Pfarrgemeinde hilfreich und Kirche attraktiv.