Donnerstag, der 20.07.2017

Rundgang in unserer Pfarrkirche

Mit einem Fotobericht wollen wir die Kunstschätze und Räumlichkeiten unserer Pfarrkirche näher betrachten.

Jesus sagt "Ich bin die Tür, wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden" (vgl. Joh. 10,9).
In diesem Sinne lade ich Sie zu einem Rundgang durch unsere Kirche ein, zum Kennenlernen und zur Besinnung auf die Zeichen unseres Glaubens in unserer Kirche.
Portal St Martin
Der Kirchenbau wurde nach den Plänen des Architektenteams Mag. Arch. Walter Hutter und Dipl.-Ing. Rüdiger Stelzer errichtet und vollendete eindrucksvoll das bisher bestehende Ensemble mit Pfarrhof, Pfarrsaal, Pfarrbücherei und Foyer. Es sollte der neunte Kirchenneubau seit 1955 in der Stadt Salzburg sein. Pfarrzentrum St Martin
Die Baukosten für die Kirche betrugen 15 Mill. Schilling (etwas mehr als 1 Mill. €), 2 Mill. Schilling (145.345 €) übernahm die Pfarre selber. Natürliches Licht als wesentliches Gestaltungselement wird durch die hochgeklappten Deckensegmente der Kirche eingelassen. Es verleiht dem Raum Freundlichkeit und Wärme. Die Zeitlosigkeit wird durch schlichte Baumaterialien erzielt. Pfarrkirche St Martin

Das Weihwasser hat für Katholiken eine große Bedeutung. Es ist die Erinnerung an die Taufe: "Im Wasser und im Hl. Geist wurdest du getauft; der Herr vollende an dir, was er in der Taufe begonnen hat".
Wer Weihwasser nimmt, gibt Zeugnis von seinem Glauben und erfährt dadurch selbst Gnade und Kraft, Hilfe und Schutz.

Foyer Weihwasser

Die Kirche ist dem hl. Martin geweiht. Wir haben ihn erwählt, weil er uns als Apostel der Nächstenliebe und als Mann tiefen Glaubens ein Vorbild ist. Maßgebend für die Wahl dieses Heiligen war auch die Verbundenheit mit der Stadt Salzburg, die den hl. Martin als zweiten Schutzpatron hat. Schon im Jahre 788 ist in Salzburg eine Martinskirche urkundlich bezeugt, die später aber wieder größeren Bauten weichen musste.

Die bedeutenste Begebenheit aus dem Leben des Heiligen ist die Darstellung der Mantelteilung mit einem Bettler, in dem er der Legende nach im Traum Christus erkennt.

Hl Martin Kapelle
Maria gilt als Vorbild des Glaubens und als "Mutter" der katholischen Kirche. Mit Ihrem Ja zu Gott hat sie Gott in sich Raum gewährt, hat ihn in sich wachsen lassen, hat sich von ihm einnehmen lassen. Gleichzeitig hat sie Gott ein menschliches Gesicht gegeben, hat ihn unter Menschen erfahrbar und erlebbar gemacht und damit den Mitmenschen geholfen, ihrerseits befreit und erlöst und damit richtig Mensch zu werden.
Weil Maria uns ein Vorbild im Glauben ist, beten wir fünf Mal in der Woche das Rosenkranzgebet.
Madonna
Im Zentrum unserer Kirche steht der Altar. Der ganze Raum ist auf ihn bezogen. Nichts hemmt den Blick zum zentralen Punkt, dem Opfertisch, auf dem Christus immer wieder unter uns gegenwärtig wird. Eingemauert sind die Reliquien, die am Vorabend der Kirchweihe von unserer Mutterpfarre St. Peter und Paul in Liefering in einer Prozession übertragen worden sind. Altar
Der intensive Kontakt zwischen Priester und Gemeinde, bedingt durch den segmentförmigen Raum und die konzentrisch angeordneten Bänke, wird durch den zum Altarbereich muldenförmig abfallenden Boden noch gesteigert. Kirche innen
Altar, Opferstein, Ambo, Sedilien und Taufbecken wurden vom Laufener Bildhauer Friedrich Koller aus feinkörnigem Pariser Muschelkalk geschaffen. Opferstein Altar Ambo
Am 13. November 1983 segnete Erzbischof Dr. Karl Berg im Rahmen der Festwoche das Altarbild. Das 12m2 große farbenprächtige Mosaik wurde vom Innsbrucker Künstler Richard Kurt Fischer geschaffen.
Jesus sagt: "Ich gehe, um einen Platz für Euch zu bereiten... Ich komme wieder und werde Euch zu mir holen, damit auch Ihr dort seid, wo ich bin." (Joh. 14,1f.)
Das Altarbild stellt dieses Wort Jesu dar. Der auferstandene Herr, der als der Retter und Heiland der Menschen eine große Tafel zum ewigen Festmahl bereitet hat, lädt uns ein, Platz zu nehmen. Die Menschen im Pilgerkleid kommen von allen Seiten, den Blick auf Christus gerichtet.
Altarbild
Der Tabernakel wurde als bronzener Brotkorb gestaltet, der die kostbare Nahrung für die Christen beherbergt: den Leib Christi.
Rechts daneben befindet sich das ewige Licht. Es weist uns auf Sein Dasein hin und erinnert uns, dass Er als das "Licht der Welt" unter uns gegenwärtig ist.
Tabernakel
Als Zeichen des Sieges mit den fünf "Rosen", den Wundmalen des Herrn, steht das ebenfalls von Friedrich Koller geschaffene Bronzekreuz, das die Botschaft der Liebe Gottes kündet. Kreuz Martin
An der linken und rückseitigen Mauer sind insgesamt zwölf Apostel-Lichter eingefügt. Zeichen für Apostel, Zeichen für Menschen, die vor Jahrhunderten gelebt und mitgebaut haben an dem Bau unseres Glaubens. Darunter ist jeweils ein kleines Kreuz eingemeißelt. Dieses kleine Zeichen ist das Zeugnis für Menschen, die es gewagt haben unter dem Kreuz zu leben, das Kreuz zu durchleben und zum Osterlicht durchgestoßen sind. Apostel Lichter
An der rückseitigen Wand kommt man auch zum Aufgang der Empore. Dort befindet sich unsere Orgel und bietet auch genug Platz für einen Chor. Durch Mithilfe der ganzen Gemeinde und vieler, großzügiger Spender erhielten wir eine neue Orgel für eine schönere, liturgische Mitfeier. Sie wurde von der Orgelbaufirma Mertel, Salzburg, im Jahr 1999 fertig gestellt. Empore Orgel
Der Künstler R. K. Fischer hat den eindrucksvollen Kreuzweg geschaffen. Die Ölbilder auf 40 x 40 cm großen Holztafeln stellen in eindrucksvoller Weise die 14 Kreuzwegstationen dar; die zusätzliche 15. Station weist auf die Auferstehung Jesu hin. Kreuzweg Auferstehung
Die Taufkapelle ist in einer offenen Nische der Kirche eingerichtet, das fließende Wasser im Becken verleiht mehrfache Sinngebung. Seit 2005 verschließt ein von Herrn Guggenberger angefertigter Kupferdeckel das Taufbecken. An der hinteren Mauer ist eine Halterung eingelassen, auf der die Osterkerze steht, die auf die Gegenwart Christi im Hl. Sakrament hinweist. Daneben befinden sich in einem Glaskästchen die heiligen Öle. Taufkapelle
Mit dem in der Taufkapelle befindlichen Fresko, das ebenfalls von R. K. Fischer geschaffen wurde, - es zeigt die "Taufe Jesu im Jordan" - ist die künstlerische Ausgestaltung der Kirche vorläufig abgeschlossen. Taufbild
Die Herz-Jesu-Kapelle, die mit dem Kirchenraum nur durch eine Glaswand getrennt ist, dient vor allem für Gottesdienste mit kleinen Gruppen. Direkt in der Nähe des Außeneingangs befinden sich auch die Beichtstühle und ein Aussprachezimmer zum Empfang des Hl. Bußsakraments. Aussprachezimmer
Hier in der Kapelle kann man sich auch  auf den Empfang des Hl. Bußsakramentes vorbereiten, durch gemeinsame Bußfeiern oder in stiller Einkehr. Von Montag bis Freitag ist hier eucharistische Anbetung. Herz Jesu Kapelle