Montag, der 19.02.2018

Meine Freundin, die Nonne

Ilka Piepgras: Meine Freundin, die Nonne. München: Droemer 2010. (297 Seiten, zahlreiche Abbildungen)

Oftmals trennen sich die Lebenswege der besten Schulfreunde, doch manchmal gibt es Jahre danach ein Wiedersehen. Ähnlich geht es den beiden zunächst unzertrennlichen Schulfreundinnen Ilka und Charlotte, die sich nach 20 Jahren in einem griechischen Kloster wieder treffen. Dazwischen liegen Jahre, in denen der Kontakt zwischen ihnen abgebrochen und eine gewisse Entfremdung eingetreten ist. Die eine ist Journalistin geworden, die andere, Charlotte, zunächst Kunststudentin, hat als evangelische Christin ihre Berufung in der Orthodoxie gefunden. Erst einfache orthodoxe Nonne leitet sie nun als Äbtissin drei Klöster. Dieser Lebensweg ist für Ilka unverständlich und etwas verstörend. In den Gesprächen mit der Freundin und durch ihr Mitleben im Kloster wird Ilka allmählich immer mehr deutlich, warum Charlotte diesen besonderen Weg, das Christentum zu leben, für sich gewählt hat.

Maria Dorninger